Am 1⃣9⃣. Juni gilt´s! Dann werden die 3⃣ letzten Team-Quotenplätze für Tokio verteilt. Unsere Bogen-Männer wollen 1⃣ davon 👉 bit.ly/Olympia-Quali-… @SID_Sportnews @dpa_sport @TeamD @ZDFsport @sportschau @fsgtacherting @NDRsport @BR24sport @SZ_Sport @FAZ_Sport @worldarchery
05.07.2021international
Die nächste Internationale Medaille für Moritz Wieser - Team Platz 1 in der Weltrangliste
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Neues aus Tacherting

Moritz Wieser startet voll durch - Bronze bei EM in Antalya
Die Erfolgsstory der Tachertinger Bogenschützen nimmt kein Ende. Für Moritz Wieser geht sie offenbar in eine immer unfassbarere Phase. Der 20-jährige FSG-Athlet gewann nämlich bei der Europameisterschaft in Antalya (Türkei) sensationell die Bronzemedaille. Doch damit nicht genug: In der Weltrangliste machte er dank dieses Wahnsinns-Erfolgs einen Riesensatz vom 89. auf den 23. Platz.   Erfolgreich war am Wochenende jedoch nicht nur Moritz Wieser, sondern auch sein Bruder Felix und  Katharina Bauer aus Raubling, die beim Highlight „Die Finals 2021“ in Berlin die Ränge 3 beziehungsweise 1 belegten. Moritz Wieser setzte sich im kleinen EM-Finale gegen seinen deutschen Teamkollegen Florian Unruh (SSC Fockbek/feierte einen Tag danach seinen 28. Geburtstag) klarmit 6:0 (29:28, 29:27,28:27) durch und krönte damit seine formidablen Vorstellungen bei diesen kontinentalen Titelkämpfen.   „Das waren ganz starke Leistungen der beiden“, freute sich auch Chef- Bundestrainer Thomas Abel. Gold ging an den Spanier Pablo Acha, der sich  im Finale mit 6:4 gegen den Russen Galsan Bazarzhapov behauptete.   Damit haben die deutschen Bogenschützen bereits vier Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Tokio sicher – so viele wie letztmals 2004. Die Männer können sogar noch weitere holen. Dazu müssten sie beim letzten Team-Quotenplatzturnier in Paris (Samstag, 19. Juni) einen der ersten drei Plätze belegen.   Nachdem Moritz Wieser schon bei der EM-Qualifikationsrunde für eine Überraschung gesorgt hatte, setzte der Tachertinger nun bei der EM noch einen drauf. Zu Beginn des Duells um Rang 3 war er zwar noch etwas angespannt, doch er jagte gleich seinen ersten Pfeil in die Zehn. Von da an konnte er sofort seine Leistung abrufen. Keiner seiner neun Finalpfeile war schlechter als eine Neun, fünfmal schlugen sie perfekt in der Scheibenmitte ein. Damit ließ der FSG Athlet seinem Widersacher Unruh nur wenige Chancen auf Punkte und schaffte in seinem ersten Jahr bei den Herren gleich den Sprung aufs internationale Podest.   Bild @archery europe   „Ich bin überwältigt. Mit so einem Erfolg habe ich nicht gerechnet“, freute sich der Bronze-Held aus dem nördlichen Chiemgau, der gleich in seinem ersten Herren-Jahr voll durchstartet.   Bundestrainer Oliver Haidn konnte auch insgesamt mit der EM-Ausbeute seiner Schützlinge zufrieden sein. Neben der Einzelmedaille für Moritz Wieser gewann das Damen-Trio Michelle Kroppen (SV GutsMuths Jena), Lisa Unruh (BSC BB Berlin) und Charline Schwarz (BS Feucht) im Team die Silbermedaille. Im Finale gab es eine äußerst unglückliche 3:5 (51:52, 53:51, 52:54, 55:55)-Niederlage gegen Russland – nach einer Fehlentscheidung. „Ein Stechen wäre der gerechte Lohn gewesen“, so Bundestrainer Haidn. „Wir sind nicht glücklich über diese Fehlentscheidung der Kampfrichterin. Aber wir fahren stolz nach Hause.“ Positiv außerdem in der Türkei war: Florian Unruh holte den Einzel-Quotenplatz für die Olympischen Spiele.    Von Christian Settele und Michael Reiter   Bild @archery europe   Ergebnisse   Offizielle Bildergalerie
11.06.2021international
Nika auf Platz 4 beim Grand Prix in Porec
Vom 16-21.03.2021 fand in Porec (Kroatien) der Europäische Grand Prix im Bogenschießen statt. Mit dabei, die Tachertinger Bundesliga Schützen, Katharina Bauer, Veronika Haidn-Tschalova, Johannes Maier sowie Moritz und Felix Wieser. Für Moritz Wieser war dies der erste Internationale Einsatz, in der Herrenklasse, für die deutsche Nationalmannschaft.   Mortiz Wieser gibt sein Internationales Debüt bei den Herren Der Grand Prix war der Auftakt für die letzten Wettkämpfe vor den Olympischen Spielen. Entsprechend nutzten viel Schützen die Möglichkeit wieder Wettkampferfahrung zu sammeln um bei den anstehenden Qualifikationsturnieren noch einen Quotenplatz für die Spiele zu ergattern. 13 Schützen der Top50 Weltweit waren beim Grand Prix vertreten. Bei frühlingshaftem Wetter konnten die Tacheringer Schützen ihre konstanten Leistungen abrufen. Souverän platzierten sich alle im oberen Tabellendrittel und brachten sich so in eine gute Ausgangslage für die Finalrunden.   „Es war ein schönes Gefühl wieder an Wettkämpfen teilzunehmen, das ist auch nicht mit dem Training vergleichbar“   Moritz Wieser über den Grand Prix Für viele war es der erste Wettkampf nach einer langen Pause. Dies und ein tückischer, wechselnder Wind gestalteten die Finals besonders spannend. Nachdem einige international bekannte Schützen, bereits in den ersten Matches scheiterten, herrschte eine „Dicke Luft“ auf dem Wettkampffeld. Alles war möglich. Felix Wieser startete durch seine gute Position in der Qualifikation (Rang 7 659 Ringe) gleich im 1/16 Finale gegen den Olympia Silbergewinner von 2016 Jean-Charles Valladont (World Ranking 46). Nach einem Punktverlust im ersten Satz, steigerte sich Felix kontinuierlich. Mit starken 29 Ringen (von 30 Möglichen), ließ Felix dem Franzosen wenig Spielraum für Fehler. Mit 6:2 Punkten sicherte sich der Tachertinger den Einzug ins 1/8 Finale. Dort traf er auf seinen Teamkollegen aus der Bundesliga, Johannes Maier. In einem völlig offenen Match behielt Felix zum Schluss die Oberhand und schaffte den Einzug ins ¼ Finale. Leider musste er sich Mete Gazoz mit 3:7 Punkten geschlagen geben. Moritz Wieser startete nach Rang 20 in der Qualifikation im 1/24 Finale gegen Duchon Miroslav aus der Slowakei. Im Match fand er schnell seinen Rhythmus und empfahl sich mit 7:1 Punkten für die nächste Runde. Moritz, welcher sich bereits an den schwierigen Wind gewohnt hatte, konnte dies im anschließenden Match zu seinem Vorteil nutzen. Sein Kontrahent Jacquey Clement wartete auf die Windstille, um seinen Pfeil zu schießen. Moritz hingegen wusste, wo er anhalten musste, damit sein Pfeil die 10 auch bei Wind trifft. 6:2 Punkte stand es am Enden für den jungen Schützen aus Tacherting. Er unterlag erst im ¼ Finale dem späteren Sieger Tsynguev Beligto aus Russland mit 2:6 Punkten. In der Qualifikationsrunde der Damen platzierte sich Kathi mit 651 Ringen auf Rang 8, dicht gefolgt von Nika (648 Ringe) auf Platz 12. In den Finalmatches scheiterte Kathi im 1/16 Finale an Marchenko Veronika (Ukraine) mit 3:7 Punkten. Nika konnte die ersten Matches souverän für sich entscheiden. Im 1/8 Finale gegen Rodionova Polina (Ukraine) ging es ins Stechen. Beide Damen schossen Ihren Pfeil gekonnt in die Zehn. Der Kampfrichter deutete Polina schon als Siegern, doch sein Augenmaß täuschte Ihn. Nach dem Messen beider Pfeile stelle sich heraus, dass beide gleich weit vom Zentrum entfernt waren. Es war noch nichts entschieden und das Stechen ging in die nächste Runde. Nach dieser Verwirrung setzten beide Damen den nächsten Stechpfeil in die 8. Doch dieses Mal war der Pfeil von Nika näher an der Mitte, damit sicherte Sie sich den Einzug in die nächste Runde. Nika konnte Ihre Siegesserie fortsetzen und scheiterte erst im Halbfinale an Pavlova Anastasia aus der Ukraine. Am Ende des Tages erreichte Nika Platz 4.  Am 31.03. geht es für die Kaderschützen wieder an den Olympiastützpunkt in Berlin. Dort wird eine interne Qualifikationsrunde für die Olympischen Spiele in Tokio ausgeschossen. Im Anschluss weiter zum nächsten Trainingswettkampf in die Türkei, der jedoch auch auf demselben Platz geschossen wird, wie die diesjährigen Europameisterschaften Anfang Juni. Dort gibt es die Chance auf einige der letzten verbliebenen Plätze für die Spiele. Die deutsche Herrenmannschaft, kann sich, bei der EM, Ihre drei Quotenplätze nach Tokio noch verdienen.   Bericht Archery Europe   Ergebnisse   Offizielle Bildergalerie
04.04.2021international
Training im Corona-Jahr: PFEILE AUS DER BOX
Wie die FSG Tacherting aufgrund der Corona-Krise neue, pfiffige Wege gefunden hat, ihren Spitzenathleten (fast) optimale Trainingsbedingungen zu ermöglichen.   Ein Artikel von Thomas Kilchenstein erschienen in der Faszination Bogen.   Neulich hat sich Helmut Huber, Coach der Bundesligamannschaft aus Tacherting, noch einmal mit gemischten Gefühlen an das Bundesligafinale vor knapp einem Jahr erinnert, in Wiesbaden war das, und seine Schützen, ob zwar als Mannschaft einer der Favoriten, waren da „nur“ auf einen undankbaren vierten Platz gekommen. Im Halbfinale war man gescheitert, ausgerechnet am BC Villingen-Schwenningen, ein Team, das man in der Bundesliga-Vorrunde zuvor meist beherrscht hatte. „Und im kleinen Finale fehlte uns dann die rechte Motivation, die Niederlage im Halbfinale hatte uns einen Knacks versetzt“, sagt Helmut Huber, er klingt immer noch wehmütig.   Aber immerhin war das noch ein sportlicher Wettbewerb mit Fans auf den Rängen, konnten die Sportler zum Wettstreit antreten, hatte die Pandemie noch nicht alles lahm gelegt. Bogenschießen vor Zuschauern, die Schützen dicht an dicht an der Schießlinie – irgendwie wirkt das alles sehr weit weg, fast wie aus einer anderen Epoche, dabei ist es keine zwölf Monate her.   Die Tachertinger Brüder Moritz (li.) und Felix Wieser trainieren auch im Winter auf die Olympische Distanz von 70m.     Quartett mit Olympia-Hoffnungen.   Dass das Finale in Wiesbaden Mitte Februar einer der letzten Höhepunkte dieses so ungewöhnlichen Sportjahres 2020 bleiben sollte, hatte seinerzeit natürlich kein Mensch gedacht. Doch dann trat das Virus auf den Plan, und alles, was geplant war, wurde zur Makulatur – unter anderem mussten sogar die Olympischen Spiele in Japan um zwölf Monate verschoben werden.    Felix Wieser: „Wenn die Olympischen Spiele stattfinden, will ich in meiner Bestform mitmischen.“   Ein knappes Jahr später sind die Hallen immer noch zu, die Spiele sollen Ende Juli 2021 beginnen, die Trainingsbedingungen für die Athleten sind angesichts des strengen Lockdowns sicherlich nicht optimal, gerade für jene Schützen, die sich noch berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme in Japan machen können. Bei der FSG Tacherting trifft dies die komplette Bundesliga-Mannschaft mit Katharina Bauer und Veronika Haidn-Tschalova bei den Damen sowie Johannes Maier und die Gebrüder Wieser, Felix und Moritz, bei den Herren, allesamt vielfach ausgezeichnete Kaderschützen. Aber auch sie hat Covid-19 im Griff, nicht dass sie erkrankt wären, aber ein halbwegs geordnetes Training unter Wettkampfbedingungen ist nur sehr schwer möglich. Zwar steht die Schießhalle in der Gemeinde unter Corona-Bedingungen zur Verfügung, aber was tun, wenn eigentlich die 70-Meter-Distanz trainiert werden soll, eine Distanz, die auch in Japan bewältigt werden muss?   Moritz Wieser: „Schießen ist ein Teil meines Lebens, meine Leidenschaft, mein Tagesablauf ist darauf ausgerichtet.“   Der Weg zur Scheibe verläuft im Schnee eingleisig.     Frühe Planung für den Winter. Da haben sich die Tachertinger Schützen etwas Feines ausgedacht. Der Verein aus der knapp 6.000 Bewohner zählenden Gemeinde am Chiemsee hatte nämlich schon früh erkannt, dass man sich in „diesem verrückten Covid-19-Jahr“, wie Huber sagt, etwas einfallen lassen muss. Besondere Anlässe erfordern besondere Maßnahmen sozusagen, und dass im Herbst die zweite Welle mit all den aus dem Frühjahr bekannten Kontaktsperren, Lockdowns und anderen gravierenden Einschränkungen auf Deutschland hereinbrechen werde, dazu musste man kein Hellseher sein. Um somit den Schützinnen und Schützen aus den Nationalkadern ordentliche Trainingsbedingungen zu ermöglichen, musste eine Möglichkeit geschaffen werden, wie man die olympische Entfernung auch über die Wintermonate trainieren kann.    Trainer Helmut Huber: „Wir müssen für unsere Besten auch Trainingsmöglichkeiten im Winter planen.“    Die Krux dabei: Die Tachertinger Bogenschützen verfügen nicht über eine Halle, in der man die 70-Meter-Distanz trainieren kann. „So ein Schießjahr wie 2020 haben wir noch nie erlebt“, sagt Huber. Immerhin stellten sie im Sommer noch eine virtuelle Jahresmeisterschaft mit gemeinsamem Finale auf die Beine, aber natürlich mit Einschränkungen und nach dem offiziellen Corona-Hygieneplan. Doch bald war ihm und seinen Mitstreitern klar: „Wir müssen für unsere Besten auch Trainingsmöglichkeiten im Winter planen.“   Drei Stände in Eigenarbeit. Denn die Besten haben ambitionierte Ziele: „Das sind selbstverständlich die Olympischen Spiele im Juli in Japan“, sagt Felix Wieser, selbst wenn weiterhin noch nicht sicher ist, ob sie tatsächlich auch durchgeführt werden können. „Aber wenn sie stattfinden, will ich in meiner Bestform mitmischen.“ Das Trainingspensum von Kaderschützen im Deutschen Schützenbund ist gewaltig, 1.200 bis 1.500 Pfeile pro Woche sind eher die Regel als die Ausnahmen, 25 bis 30 Stunden steht man da schon an der Schießlinie, Kraft- und Ausdauertraining gar nicht mitgerechnet. Das aber sind die Wieser-Brüder gewohnt. „Schießen“, sagt Moritz Wieser, der jüngere Bruder, „ist ein Teil meines Lebens, meine Leidenschaft, mein Tagesablauf ist darauf ausgerichtet.“ Der Grundgedanke war schnell formuliert – und in die Tat umgesetzt: In einen bereits bestehenden Unterstand errichtete die FSG in Eigenarbeit eine Box, man zog Verkleidungen hoch, 16 Quadratmeter Grundfläche, mit Tür, drei kleinen Schießscharten, baute sozusagen einen Raum, aus dem man schießen kann, wind- und wettergeschützt und sogar beheizbar. Das ist gerade jetzt im Winter von großem Vorteil, binnen zehn Minuten lässt sich die Holzbox auf zwölf Grad erwärmen. „Natürlich muss man sich gut kleiden, warme Schuhe tragen, da der Boden kalt ist“, erzählt Helmut Huber.   Helmut Huber: „Natürlich muss man sich gut kleiden, warme Schuhe tragen, da der Boden kalt ist.“   Die Schießscharte reicht aus, um die Scheibe in 70 Meter Entfernung gut zu erkennen.     Mit Kamera zur Beobachtung. Vorher hatten die FSG-Schützen lediglich von einer Überdachung heraus schießen können, das war zwar im Vergleich zu einem gewöhnlichen Schießplatz im Freien vor allem dann angenehm, wenn es regnete oder schneite. „Aber dennoch war es schweinekalt“, erinnert sich Felix Wieser. Bogenschießen ist ein eher statischer Sport, „und mit klammen Fingern zu schießen, ist ein furchtbares Gefühl. Mit der beheizbaren Box haben wir jetzt optimale Bedingungen, ja sie sind geradezu fantastisch“, lobt der 27-Jährige. Drei Schützen können die Box zur gleichen Zeit nutzen, doch derzeit ist dies aufgrund der Corona-Bestimmungen nur eingeschränkt möglich.   „Es ist ein super Gefühl, auch im Winter 70 Meter schießen zu können, wie andere Nationen an der Weltspitze auch“, pflichtet Bundesligaschütze Moritz Wieser, 20, bei.   Und noch ein Problem hat die FSG gelöst: Die kleinen Schießschlitze machten es schwierig, ein Spektiv zur Zielkontrolle zu verwenden. „Also haben wir kurzerhand eine Kamera installiert“, berichtet der ehemalige bayerische Landestrainer Huber nicht ohne Stolz, „und zum Anzeigen zwei Bildschirme für den Schützen gut sichtbar in der Box montiert.“   Felix Wieser: „Mit der beheizbaren Box haben wir jetzt optimale Bedingungen, ja sie sind geradezu fantastisch.“   Ein gutes Beispiel. Um auch spätnachmittags oder abends trainieren zu können, ist die Scheibe in 70 Metern Entfernung beleuchtet, der Weg dorthin ist allerdings dunkel. Trotz der Dunkelheit sind die Anzeigen auf den Bildschirmen dank Beleuchtung und Lichtstärke der Kameras gestochen scharf. Die Kosten für den Bau der Box und die technische Installation beziffert Helmut Huber im Normalfall auf rund 10.000 Euro, da viele Vereinsmitglieder aktiv mitgearbeitet und ortsansässige Betriebe kräftig unterstützt hatten, ließen sich diese Kosten in Tacherting deutlich drücken. Und die FSG wollte zeigen und auch anderen Vereine ein Beispiel sein, wie man miteingeschränkten finanziellen Mitteln selbst in der aktuell ungewöhnlichen Corona-Lage Trainingsumgebungen schaffen kann, die auch für Spitzenathleten hilfreich sein können. Vielleicht ist das ja auch auf Bundesebene eine einfache Lösung, wenn sich der Baubeginn der seit langem ersehnten Schießhalle, in Berlin-Höhenschönhausen geplant, noch lange hinziehen sollte. Und Bauprojekte in Berlin werden ja auch nicht unbedingt pünktlich fertig, wie das Beispiel Flughafen BER zeigte.   Schießen zwar bei blauem Himmel, aber doch anders als gewohnt, bei Schnee und Kälte: Felix (li.) und Moritz Wieser.     Dank an „positiv Verrückte“   Obwohl vornehmlich die Kaderschützen bei der FSG in den Genuss dieser zusätzlichen Trainingsgelegenheit kommen, legt Felix Wieser großen Wert darauf, dass im Verein der Zusammenhalt und das respektvolle Miteinander breiten Raum einnehmen. Der FSG hat Felix Wieser viel zu verdanken, „ich brachte Interesse und ein wenig Talent mit“, untertreibt er ein wenig. Aktuell startete der Student, er ist mehrfacher Juniorenmeister, Deutscher Meister mit der Mannschaft 2017, Dritter bei den Europameisterschaften in der Halle 2015, mit erstaunlichen 598 (von 600 möglichen) Ringen bei der Indoor Archery World Series online auf Rang eins, dazu zählt er zum Nationalmannschaftsaufgebot von Bundestrainer Oliver Haidn. Der 27-Jährige weiß sehr wohl, wem er diese Karriere im Bogensport zu verdanken hat. „Positiv Verrückte“ nennt er jene, die seinen Werdegang maßgeblich angestoßen und bekleidet haben. Armin Garnreiter zum Beispiel, auch Helmut Huber, beide selbst vor Jahren Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft, hätten „Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um für die nachfolgenden Generationen die Bedingungen immer noch mehr zu verbessern. Sie sind auch dafür verantwortlich, dass wir ein so großes Knowhow an unsere Schützen vermitteln können“, lobt Felix Wieser. Er sehe sich in dieser Tradition. „Ich bin ebenfalls gefordert, die Werte wie Respekt, Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft an die junge Generation weiterzugeben.“ Aber erst einmal will er sich für die Spiele in Japan qualifizieren, Chancen dazu hat er im Einzel und mit der Mannschaft. Die Qualiwettbewerbe stehen im Mai und Juni an. Und bis dahin fliegen die Trainingspfeile über 70 Meter aus einer HolzBox am Chiemsee.    Felix Wieser: „Ich bin ebenfalls gefordert, die Werte wie Respekt, Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft an die junge Generation weiterzugeben.   Faszination Bogen (Details zur Zeitschrift)
18.03.2021verein
Felix Wieser mit einer Top-Leistung auf Rang Zwei der Indoor World Series Online
Bei der Vierten Etappe der Indoor World Series Online, welche am 12-14.02.2021 stattfand, beeindruckte der Tacherting`er Felix Wieser. Mit 596 Ringen, von 600 möglichen,  landete er auf Rang Zwei. Vor ihm befand sich lediglich der Olympiagewinner von 2012, Oh Jin Hyek mit 599 Ringen. Felix, der die dritte Etappe der World Series ausließ (Januar) um sich auf die Klausuren Phase seines Maschinenbaustudiums zu konzentrieren, schaffte es trotzdem eine Top-Leistung abzurufen.  Nach Rang eins (598 Ringe) bei der Ersten Etappe im November und dem Bronzerang (589 Ringe) im Dezember in Lausanne (Schweiz), vervollständigte der Chiemgau`er in der letzten Etappe der World Series seine Medaillen Sammlung.    „Ich glaube, ich habe einfach - im wahrsten Sinne des Wortes - die goldene Mitte für mein Training gefunden", berichtet Wieser, der auf die richtige Balance zwischen Umfängen, Schieß- und Athletiktraining sowie Regeneration und Freizeit setzt.   Dadurch war es Ihm möglich, sich trotz der verhältnismäßig wenig Trainingseinheiten und Pfeilen auf die Indoor Distanz von 18m, auf dem Podium der World Series zu platzieren. Denn dieses Jahr liegt der Fokus vor allem auf die 70m und die Vorbereitung für die Olympischen Spiele in Tokio. Dafür haben die Schützen der Nationalmannschaft auch im Winter die Olympische Distanz trainiert. Teils in Hallen oder aber auch, sofern es das Wetter zugelassen hat, am Bogenplatz in Tacherting.   Felix am Tachertinger Bogenplatz, beim Training auf 70m     Vom 02-09.03.2021 findet in Berlin die erste Qualifikationsrunde statt. Die Nationalkaderschützen können dort in einer Laufhalle und unter den geltenden Hygienevorschriften ihre Qualitäten vor den Augen des Bundestrainers Oliver Haidn unter Beweis stellen. Für die Tage sind über 400 Wertungspfeile, in verschiedenen Wettkampfsimulationen geplant. Neben Felix Wieser und seinem Bruder Moritz, sind dort auch die Tachertinger Bundesligaschützen Jonny Maier, Kathi Bauer und Veronika Haidn-Tschalova am Start.   Doch zuvor findet bereits dieses Wochenende am Sonntag den 28.02.2021 um 16 Uhr das Finale der World Series Online statt. Felix startet in der Teamwertung gemeinsam mit dem Ehepaar Unruh für das Team Beiter. Den Link zum Livestream findet Ihr auf der Homepage der FSG Tacherting sowie in den Sozialen Medien.   Bericht des Deutschen Schützenbundes   Ergebnisse World Archery   World Series Online Finale   Deutscher Schützenbund Zusatzinformationen zum Finale
26.02.2021international