24.03.2026meisterschaft
Felix wird Deutscher Meister - Bronze für die Mastermannschaft
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Neues aus Tacherting

FSG TACHERTING WIE DER FC BAYERN MÜNCHEN
Artikel von Thomas Kilchenstein,   Die FSG Tacherting ist in der Bogen Bundesliga das Maß aller Dinge: Souverän holten sich die Schützen vom Chiemsee den Meisterspiegel im Finale gegen den SV Dauelsen. Seit 2019 kommt der Deutsche Bogenmeister aus der Südstaffel, auch wegen des kompletten Systemausfalls von Nordsieger Sherwood Herne beim Endkampf in Wiesbaden.   Hinterher, als die letzte 10 geschossen und die FSG Tacherting wieder den Meisterspiegel in Empfang hatte nehmen können, hat sich Andreas Blaschke unter die Sportler gemischt. Es war ja ein arges Gewimmel in der Wiesbadener Halle, Sieger, Zweite, Dritte, Enttäuschte und Zufriedene beglückwünschten oder trösteten sich gegenseitig, Konfetti rieselte von oben auf Athleten, Kampfrichter und Funktionäre herab, Schultern wurden geklopft und Komplimente verteilt. Und Andreas Blaschke mittendrin. Doch nicht richtig dabei. Vor allem: in zivil. Das kommt eher selten vor. Und warum ist Blaschkes Outfit eine Erwähnung wert?   Ein Finale ohne Ebersberg war bis dato eigentlich unvorstellbar   Andreas Blaschke ist einerseits der Leiter der Bogen Bundesliga und damit in offizieller Funktion nach Wiesbaden zum Bogen Finale 2026 geeilt. Zum anderen ist er auch Trainer der eigentlich sehr erfolgreichen BSG Ebersberg, vier Mal haben seine Schützen schon den Spiegel abgeräumt, aber dieses Mal hatten sie sich, fast sensationeller Weise, gar nicht für den Endkampf qualifizieren können. Blaschke hat das lange arg gewurmt, selbst am Finaltag war die tiefe Enttäuschung über das Aus noch nicht ganz verarbeitet. „Ich würde lügen, wenn ich das Gegenteil behaupten würde“, hat er gesagt. In den letzten sieben Jahren seit der Runde 2018/19 stellten entweder BSG Ebersberg (vier) oder FSG Tacherting (drei) den Deutschen Meister.    Aber natürlich ist der mächtige Mann Sportler durch und durch, um auch in dieser Stunde dem großen Konkurrenten der Ebersberger Schützen, der alle überragenden FSG Tacherting, zu diesem bemerkenswerten Coup zu gratulieren, und zwar von Herzen. Wenn es ein Team in der Bogen Bundesliga je verdient gehabt hat, Deutscher Meister zu werden, dann diese Tachertinger, die die Liga in einer Art und Weise dominierten, die fast sprachlos machte. Zumindest den Coach Helmut Huber, der erst keine Wort fand für diesen Triumph, dann aber schon: „Um mal sachlich zu bleiben: Das war eine grandiose Saison.“   Treffender und besser kann man den nicht zu stoppenden Siegeszug der Katharina Bauer, Moritz und Felix Wieser nicht zusammenfassen. Die Feuerschützengesellschaft Tacherting, die -ihren Titel verteidigte und mit sechs Siegen damit auch alleiniger Rekordmeister in der Bogen Bundesliga ist, startete ihren Siegeszug im November 2025 mit einem Wettkampf ohne Niederlage und Satzverlust und beendete ihn im Finale Ende Februar 2026 standesgemäß mit einer 60er-Passe. Von insgesamt 33 Saison-Matches (28 in der -Vorrunde plus fünf im Wiesbadener Finale) gewannen die Schützen vom Chiemsee 31, lediglich zwei Duelle gingen verloren, sie wurden überlegen mit 52:4 Zählern Erster der Südgruppe, sie schafften in der Vorrunde 30× eine 60er-Passe und 35× eine 59er-Passe und schossen im Schnitt pro Durchgang eine 58,1. Im Finale in Wiesbaden gaben sie genau einen einzigen Satz ab, im Halbfinale gegen den bockstark schießenden BC Villingen-Schwenningen (58:59), den Einzug ins Finale machten sie dennoch mit 6:2 locker klar. Viel besser geht es kaum noch, die FSG Tacherting ist so was wie der FC Bayern München der Bogen-Bundesliga, oder wie der frühere ZDF Reporter Béla Réthy bei Sporteurope-TV -sagte: „Die Hauptstadt des Bogensports“.    DSB hat prominenten Kommentator verpflichtet – 10 Jahre Bundesligafinale in Wiesbaden   Béla Réthy, nicht direkt ein Fachmann in Sachen Bogensport, wie er auch selbst im Interview über das Hallenmikrofon zugab und von Wasserball und Bogenschießen als „Randsportart“ berichtete, war einer der prominenten Menschen, die der Deutsche Schützenbund angesichts des zehnjährigen Bestehens des Finales in Wies-baden für dieses Event gewinnen konnte – neben einer Vielzahl von internationalen Persönlichkeiten aus der Bogensportszene. Der erfahrene Reporter machte seine Sache live am Mikrofon gut, profitierte natürlich von einem Crash-Kurs in Sachen Pfeil und Bogen, den ihm Bundestrainer Oliver Haidn noch in der Halle gegeben hatte.   Aber auch jeder Laie hätte die haushohe Überlegenheit der Tachertinger konstatieren können, größere Fachkenntnis war da gar nicht vonnöten: Zu souverän, zu abgebrüht, zu nervenstark dirigierten die FSG-Athleten ihre Pfeile ins Gold, automatengleich spulten sie ihr Pensum ab, ihren schlechtesten Satz leisteten sie sich im zweiten Gruppenmatch gegen TS 1861 Bayreuth, da schossen sie „nur“ 57 (von 60 möglichen) -Ringen. An der FSG Tacherting hatten sich alle die Zähne ausgebissen. Erstaunlich dennoch, dass das Trio ihr Niveau über die Dauer des fast sechsstündigen Wettbewerbs konstant hoch-halten konnte. Nicht den kleinsten Wackler leistete sich die Huber-Truppe. „Wir haben unser Ding gemacht“, sagte hinterher Katharina Bauer, der es auch einiges bedeutet hat, nun Rekordmeister zu sein. „Wenn man an so einem historischen Moment beteiligt ist, dann ist es für den Verein, aber auch für mich schön, wenn man in der Zukunft zurückblickt und sagt: Das war der Tag, an dem wir Rekordmeister geworden sind.“ Für sie und weitere zwölf Kader-Schützen war es freilich schon anderntags weiter gegangen, Richtung Türkei. Bundestrainer Oliver Haidn, der sich das Finale naturgemäß nicht entgehen ließ, hatte zur EM-Qualifikation nach Belek gebeten, wo die potentiellen EM-Fahrer in einem straffen Programm 360 Pfeile zu schießen hatten, um die sechs Schützen zu ermitteln – drei Frauen, drei Männer –, die bei der Europameisterschaft in Antalya (18. bis 24. Mai 2026) an die Schießlinie treten werden.   SV Dauelsen überrascht sogar eigenen Trainer   Florian Unruh vom aktuellen Vizemeister SV Dauelsen ist da nicht dabei, er wird bis nach der Europameisterschaft eine schöpferische Pause einlegen. Dass er sportlich allemal ins DSB-Team gehört, hat er einmal mehr in Wiesbaden unter Beweis gestellt. Auch dank ihm war sein SV Dauelsen, obzwar in der Ligaphase nur auf Platz 4 im Norden verortet, ins Final-Duell gegen die FSG eingezogen – einigermaßen überraschend. Denn eigentlich war ihm Vorfeld und nach Abschluss der Gruppenphase nur über ein mögliches „Traumfinale“ zwischen Tacherting und der SGi Welzheim die Rede gewesen, beide Klubs dominierten ihre Gruppe jeweils mit drei Siegen und 6:0 Punkten klar und deutlich. Doch der SV Dauelsen, zuletzt 2017 Deutscher Meister, versalzte den deutlich höher gehandelten Baden-Württembergern die Schau – in einem dramatischen, hochklassigen Halbfinale setzte sich Dauelsen knapp mit 6:4 durch – und es war Florian Unruh, der im allerletzten Satz die alles entscheidende 10 traf und damit den Verdener Klub ins Goldfinale bugsierte (60:59), bei einer 9 wäre es zum Stechen gekommen.    Im Finale schließlich gegen die Übermächtigen aus Oberbayern hatte der SV Dauelsen, letzter Nordvertreter im von Süden dominierten Halbfinale, keine echte Chance: 60:59, 58:53, 60:57 hieß es am Ende. „Es ist meist zwar nur eine Floskel, aber dieses Mal trifft sie zu“, sagte hinterher Dauelsens Trainer Andreas Hehenberger: „Wir haben nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen.“ Mehr sei gegen diese überlebensgroßen Tachertinger nicht drin gewesen. Vizemeister sei allemal ein Erfolg. „Hätte man uns das am Morgen gesagt, hätten wir es nicht geglaubt“, sagte Unruh, der eigentlich gar nicht gut in den Wettkampf gestartet war, nämlich mit einer 7, eine Ringzahl, die sehr deutlich unter seinem Niveau liegt. Aber die Jungs vom SV Dauelsen, nämlich Sebastian Rohrberg, 46, Holger Rohrbeck, 54, Florian -Unruh, 32, mit Abstand die erfahrenste Truppe von allen Teams, wusste sich von Match zu Match zu steigern, gerade im dramatisch engen Halbfinale zeigten sie ihre mit Abstand beste Leistung, alle drei Schützen schossen 9,7 Ringe im Schnitt. Schon in der Gruppenphase war Dauelsen auf Tacherting getroffen, dieses Match endete deutlich 6:0 für die Oberbayern (55:46, 59:57, 58:54) – im Finale war es dann knapper. Und der SV -Dauelsen war es auch, der als erster 60 Ringe erzielte, allerdings erstaunlicherweise erst im elften Duell. Und als der Einzug ins Finale geschafft war, schossen dem sehr emotionalen Trainer Hehenberger die Tränen der Freude ins Gesicht. Mit solch einem Erfolg hatte er nicht direkt gerechnet. Vor allem Holger Rohrbeck, ältester Schütze in der Halle, war förmlich über sich hinausgewachsen, lieferte eine 10 nach der anderen ab. Dabei war der Zweimeter-Mann anfangs, wie er selbst einräumte, „ziemlich nervös“ gewesen. Doch alsbald hatte der Mann, der immer ein bisschen im Schatten von Sebastian Rohrberg und Florian Unruh zu stehen schien, wie bestellt einen seiner besten Wettkämpfe hingelegt.    Schon in der Ligaphase hatte Hehenberger verlässlich auf ihn bauen können, 9,41 Ringe erzielte er im Schnitt. „Er ist ein Leistungsträger“, hob Hehenberger den Daumen. Rohrbeck, der in dieser Saison seinen Fokus vermehrt auf das Bogenschießen gerichtet hatte, ist auch der dienstälteste Schütze. Der Dauerbrenner steht schon seit 1997 an der Schießlinie und schießt seit 2004 für den SV Dauelsen.   Im Gold-Finale hatte Trainer Hehenberger kurzfristig umdisponieren müssen. Sebastian Rohrberg, der andere Garant des Erfolgs, hatte Probleme mit der Schulter, sein Einsatz war nicht möglich. Deshalb sprang Andreas Gerhardt, 36, ein, der seine Sache gut machte, und seinen ersten Pfeil gleich in die 10 -leitete. Am personellen Umbau hatte es nicht gelegen.   Baden-Württemberger verzücken die busweise mitgereisten Fans So recht zufrieden über die Bronzemedaille war die SGi Welzheim nicht: „Jein“, sagte Klubchef Manfred Baum auf eine entsprechende Frage. „Wir wollten ins Finale, ganz klar“, sagte der Doyen der Welzheimer, aber im Halbfinale war der SV Dauelsen einfach bärenstark, „so gut hat Dauelsen noch nie gegen uns geschossen“, sagte Trainerin Sandra Sachse, die ein bisschen die lange Pause (fast eineinhalb Stunden) zwischen dem letzten Gruppenmatch der Welzheimer und dem Beginn des Halbfinales monierte. „Da die Spannung zu halten, war schwierig.“    Lag es also an der langen Unterbrechung, dass Schütze Jonathan Vetter, aktuell Platz 15 der Weltrangliste, zu Beginn gleich zweimal nur die 8 traf? Dessen ungeachtet: „Platz 3 ist okay“, befand dann aber doch noch Frau Sachse. Den sicherte man durch ein deutliches 6:0 (59:58,59:58,59:56) gegen die Überraschungsmannschaft von BC Villingen-Schwenningen ab. Pikanterie am Rande: Mit diesem Schießergebnis (3× 59) hätte Welzheim mit ihrem Trio Jonathan Vetter, Armin Hense und Elia Canales auch das Halbfinale gewonnen. „Eigentlich war mehr drin“, ärgerte sich Trainerin Sachse ein wenig, zumal die spanische Mixed-Weltmeisterin Elia Canales, schon in der Ligaphase zweitbeste aller Schützen, einen überragenden Wettkampf ablieferte. Sie schoss 40 Pfeile ab, 38 davon -landeten in der 10, lediglich zwei in der 9. Fantastisch! Das mussten auch die Unterstützer der anderen Teams neidlos anerkennen. Und die Ausnahmeschützin selbst hatte den Nachmittag in Wiesbaden richtig genossen. „Großartig war es. Die Zuschauer waren toll, sie haben dem Ganzen einen tollen Rahmen gegeben“, sagte sie beeindruckt.    Für Welzheim, mit BSC Bergmann-Borsig Berlin die einzige Truppe, die in der Bundesliga-Historie immer ins Finale eingezogen war, war es nach 5× Gold sowie 3× Silber nun die dritte Bronze-medaille. Zuletzt hat die Schützengilde, in der Halle wie -immer vielfach und lautstark von den mitgereisten Fans unterstützt, in der Saison 2009/10 den Meisterspiegel gewonnen.   BC Villingen-Schwenningen:Der Weg ist das Ziel! Und ein Abschied für den Trainer.   Hervorragend hatte sich auch BC Villingen-Schwenningen aus der Affäre -gezogen, mit einem 4. Platz (nach einem 0:6) gegen Welzheim im kleinen Finale hatte kaum einer gerechnet. Trainer Jürgen Grötzinger hatte seinem Team um Florian Faber, Sarah Reinecke und der erst 17 Jahre alten Fiona Marquardt vorher schon mit auf den Weg gegeben: „Wir haben schon gewonnen, dadurch dass wir überhaupt dabei sind“. Und dann bezwang sein junges Team gleich zu Beginn den haushohen Favoriten Sherwood Herne glatt mit 6:0, ein Sieg, „der uns Sicherheit gegeben hat“, wie Grötzinger hinterher sagte. Für ihn war es zugleich ein Ende wie gemalt, er gibt das Traineramt beim Klub auf und geht als Trainer ans Landesleistungszentrum Pforzheim.    Nicht alle Überraschungen sind positiver Natur   Apropos Sherwood Herne: Das Abschneiden der Westdeutschen, immerhin als Tabellenführer der Nordstaffel und zweifacher Vizemeister (2024 und 2025) nach Wiesbaden gereist, gehörte zu den ganz großen Überraschungen dieses Finaltags, im negativen Sinn. Sherwood hatte diesen Saisonhöhepunkt komplett in den Sand gesetzt: Letzter von acht Teams, ohne einen einzigen Punkt, ja nicht mal einen einzigen Satz gewinnen zu können. Es war ein totaler Systemabsturz der Herner, ebenfalls regelmäßig Finalteilnehmer. Die Gründe? Schulterzucken im Sherwood: „So etwas habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt“, sagte hinterher Trainer Reinhard Kisselbach, seit vielen Jahren in der Bogensport-Szene verwurzelt. „Da ging nichts mehr. Ich kam nicht mehr an die Köpfe ran.“ Woran dieser kaum glaubliche Einbruch gelegen habe? Keiner hatte eine schlüssige Erklärung parat, „vielleicht waren die Erwartungen zu hoch“. Das Besondere: die gesamte Mannschaft blieb meilenweit unter ihren Möglichkeiten, auch Mathias Kramer, gemeinsam mit Moritz Wieser (9,83) der mit Abstand beste Schütze beider Staffeln. „Das war komplett daneben“, sagte auch Schütze Jan Christopher Ginzel. „So ein schlechtes Finale haben wir noch nie erlebt. Wir haben überhaupt nicht gegenhalten können.“ Die geschossenen Ringzahlen waren beinahe lächerlich gemessen am Potenzial der Herner, die, so war die Zielsetzung, allemal mindestens ins Halbfinale einziehen wollten. Der SV GutsMuths Jena, Aufsteiger im Norden, enttäuschte mit einem 5. Platz genauso wenig wie die TS 1861 Bayreuth, die mit ebenfalls 2:4 Zählern Rang 6 belegte. Nicht ans Limit heran kamen die von Irene Abel angeleiteten Sportler von Bergmann Borsig Berlin. Man hatte dieser Truppe im Vorfeld deutlich mehr zugetraut. Andererseits: In den letzten drei Jahren landete der BSC Berlin -immer auf Platz 7.   Feierstunde nicht nurfür Tacherting   Geehrt wurden im Übrigen nicht nur die erfolgreichen Teams aus der Nord- und Südstaffel, sondern mit Moritz Wieser und Mathias Kramer erhielten auch die beiden besten Schützen der Vorrunde ein Präsent mit kulinarischen Köstlichkeiten. Und da ohne freiwillige Helfer eine Veranstaltung wie dieses hervorragend organisierte Bundesligafinale Bogen nicht möglich wäre, erhielten die an der Organisation und Ausrichtung beteiligten Ortsvereine Bogensets für die Trainingsarbeit im Verein überreicht. Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle auch Martin Bauer, der für seine jahrzehntelange Tätigkeit als Anti-Doping-Beauftragter, DSB- und WA-Arzt ebenfalls eine Auszeichnung erhielt. Diese nahm er zum Anlass, anzukündigen, dass seine Tätigkeit noch lange nicht am Ende angelangt sei und er die Ehrung als Ansporn sähe.   Abschließende Facts   Zuschauer: Bereits um 12.30 Uhr und damit 30 Minuten vor dem offiziellen Beginn gab es die ersten Anfeuerungsrufe. Die Fans der SGi Welzheim machten mächtig Alarm und sorgten für prächtige Finalstimmung. Und da Fangruppen aus Tacherting und Jena ebenfalls lautstark agierten, avancierte die Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit bisweilen zum „Bogen-Hexen-kessel“, der von den Schützen gelobt wurde.  Dankeschön: Ohne sie wäre die Veranstaltung nicht möglich, deswegen ehrte der DSB die fünf Wiesbadener Bogensport-Vereine, die seit nunmehr zehn Jahren das Bundesligafinale als Helfer unterstützen. Und so übergab Andreas Blaschke, Ligaleiter 1. Bundesliga -Bogen, den SV Burgfalken Wiesbaden, dem TSV Schlangenbad-Georgenborn, dem 1. UTK BSC Oberauroff, dem SV Aarfalke Taunusstein-Wehen 1952 und dem SV Wiesbaden-Igstadt jeweils einen Bogen von DSB-Partner Win&Win für den jahrelangen Support.  
Gesternbundesliga
Bayerische Meisterschaft 2026
Zeitgleich mit den Bogen Bundesligen fand auch am Wochenende vom 05/08.02.2026 die Bayerische Meisterschaft statt. Sie wurde auch dieses Jahr wieder am Olympiagelände in München Hochbrück ausgetragen.   Die FSG Tacherting war mit zahlreichen Schützen vertreten. Den Anfang machte die Masterklasse mit Altmeister Armin Garnreiter. Dieser erreichte mit 541 Ringen Rang 9. Ludwig Stammberger setzte mit 548 Ringen noch einen drauf, auf Rang 5. Gemeinsam mit Elke Zauner 521 Ringe Rang 9, erreichten Sie den Bayerischen Meistertitel in der Mannschaftswertung.   Rang 1 für die Mannschaft in der Masterklasse Bild @BSSB v.l.n.r. Armin Garnreiter, Elke Zauner und Ludwig Stammberger     Am Samstag folgten die Herren/Damen sowie die Juniorenklasse. In diesen Klassen wird der Bayerische Meister durch das Finalschießen ermittelt. Nach der Qualifikationsrunde (60 Pfeile) gelangten die besten 8 Schützen der jeweiligen Klassen in das 1/4 Finale.   Da an diesem Tag die Bundesligaschützen zeitgleich ihren letzten Wettkampftag hatten waren einige bekannte Namen der letzten Jahre nicht vertreten. Josef Lamprecht schoss sich mit 554 Ringen in die Top Ten von Bayern, doch leider schaffte er es nicht in die Finalrunden (Rang 10). Markus Buchner erreichte mit 527 Ringen auf seiner ersten Bayerischen Meisterschaft Rang 39.   Die Qualifikationsrunde Bild @BSSB v.l.n.r. Markus Buchner, Christian Mack (BC Ismaning), Josef Lamprecht   Der Sieg in der Herrenklasse ging an Michael Iberl (SC Tauberfeld, 566 Ringe, Rang 1.) welcher sich im Finale gegen Christian Wagner (BC Ismaning, 558 Ringe, Rang 7.) mit 6:2 Punkten durchsetzte.   Am Sonntag gingen die Schüler und Jugendlichen der FSG Tacherting an den Start. Dort schaffte Verena Menzel, in der Schülerklasse A weiblich, mit 548 Ringen den Sprung auf das Podest – Rang 3. In der Jugendklasse männlich erreichte Simon Guntenthaler Rang 9 (520 Ringe). Lola Ankenbrand schaffte mit 519 Ringen fast den Sprung auf das Podest. Ein Ring trennte sie von Edelmetall auf der Bayerischen Meisterschaft. Die Bronzemedaille ging an Alina Merker (TSV Natternberg) mit 520 Ringen. Lilli Stammberger erreicht mit 497 Ringen Rang 13.   Eine Erfolgreiche Bayerische Meisterschaft für den Tachertinger Nachwuchs.   Gemeinsam erreichten Lola Ankenbrand, Lilli Stammberger und Simon Guntenthaler mit 1536 Ringen Rang zwei bei den Jugend Mannschaften und nehmen die Silbermedaille mit nach Hause.   Ergebnisse  
14.02.2026meisterschaft
Südmeister in der 1. Bundesliga - Vizemeister in der 2. Bundesliga
Am 7. Februar fand in Welzheim der letzte Wettkampftag in der Bundesliga Süd statt. Die FSG Tacherting hatte beste Voraussetzungen den Süd-Titel zu holen. In der bisherigen Saison hatten sie bisher nur ein Match verloren und die Qualifikation für das Bundesligafinale war bereits nach dem dritten Wettkampftag sicher.    Von Anfang an zeigten die Schützen aus dem Chiemgau ihr Können. Mit 6:0 Punkten gegen die GK-Burgschützen Büschfeld machten sie es kurz und schmerzlos. Das Team war in Fahrt und so ging es auch weiter. Es folgte ein 6:0 Punkte Sieg gegen die KKS Reihen, den BC Villingen-Schwenningen und die PSV München.     Nach der Pause standen die Matches gegen die Mannschaften auf dem Plan, welche im vergangenen Jahr ebenfalls am Bundesligafinale teilgenommen haben. Den Anfang machte die BSG Ebersberg. Mit 60:54; 59:59; 58:58; 60:55 Ringen ging der Sieg an die FSG.  Auch gegen die TS 1861 Bayreuth konnten sie sich souverän mit 7:3 Punkten durchsetzen. Am Ende des Tages wartete wie so oft der Dauerrivale aus Welzheim auf die Tachertinger Schützen. Mit 60:57; 58:59; 59:60; 55:58 Ringen ging der Sieg an die Gastgeber aus Welzheim. Doch in der Tabelle war der FSG der Südmeistertitel nicht mehr zu nehmen.    Als nächstes geht es am 28.02.2026 nach Wiesbaden zum Bundesligafinale. Dort trifft das Team um die Wieserbrüder, neben den bekannten Mannschaften aus der Südliga, auch auf die vier besten Mannschaften aus dem Norden.   Das Team am letzten Wettkampftag. v.l.n.r. Mane Wieser, Moritz Wieser, Kathi Bauer, Felix Wieser, Helmut Huber   Für die "Zweite" fand der letzte Wettkampftag beim 1. BSC Karlsruhe statt. Dort gingen für die FSG die Schützen Lilli Stammberger, Michael Reiter, Matthias Mayer und Noah Richter an den Start. Betreut wurden sie von Ihrem Coach Johannes Maier.   Die Tacherting'er starteten gegen die TSV Natternberg. Trotz leichter Gegenwehr schafften sie einen souveränen Sieg (6:2 Punkte). Im Anschluss lieferte sich die FSG ein umkämpftes Match auf Augenhöhe mit der SGi Ditzingen. Die Mannschaften trennten sich mit einem 5:5 Punkte Unentschieden. Auch gegen das nächste Team der SV Litzelstetten mussten die Tachertinger in den entscheidenden letzten Satz. Aber hier konnten sie sich mit 56:54 Ringen durchsetzen und das Match mit 6:4 Punkten für sich entscheiden. Im vierten Match wartete der 1.BSC Karlsruhe. Die Schützen der Gastgeber konnten ihren Heimvorteil nutzen. Das Tachertinger Team unterlag dem 1. BSC Karlsruhe mit 0:6 Punkten.    Im Match nach der Pause warteten die Schützen der SG Freiburg auf das Tachertinger Team. Die Freiburger kamen besser aus der Pause, auch in diesem Match unterlag die FSG mit 0:6 Punkten. Im vorletzten Match der Saison gegen die BS Eggenfelden lief es wieder besser für die Schützen aus Tacherting. Mit 6:0 Punkten konnten sie sich gegen die Niederbayerischen Nachbaren durchsetzen.    In der Zwischenzeit hatte die SV Moosbach die Tabellenführung übernommen. Im letzten Match trafen die beiden Mannschaften aufeinander. Doch die FSG hatte aufgrund des großen Punkteabstandes keine Chancen sich die Tabellenspitze zurückzuholen. Mit 54:54; 57:57; 59:56; 55:57; 58:60 Ringen gab es einen offenen Schlagabtausch zwischen beiden Top Teams, in welchem sich die SV Moosbach durchsetzte.   Durch ihre guten Leistungen über die Saison platzierte sich die zweite Mannschaft der FSG wieder in den oberen Rängen der zweiten Bundesliga. Da aber nicht zwei Mannschaften des gleichen Vereins in einer Liga schießen dürfen, tritt neben dem Tabellenführer der SV Moosbach der drittplatzierte den Gang in die höhere Liga an. Der 1. BSC Karlsruhe steigt ebenfalls in die erste Bundesliga auf. Dafür kommen im Gegenzug die GK Burgschützen Büschfeld und die KKS Reihen wieder in die zweite Bundesliga zurück.   Die „zweite“ Tachertinger Mannschaft. Bild @anne aus Karlsruhe v.l.n.r. Noah Richter, Lilli Stammberger, Matthias Mayer, Michael Reiter, Coach Johannes Maier   Ergebnisse
14.02.2026bundesliga
Beide Mannschaften an der Tabellenspitze - Finalticket ist bereits gesichert
Die Bundesliga Bogen ist am 10.01.2026 in das Jahr 2026 gestartet. Die erste Mannschaft der FSG startete in Sinsheim (Ausrichter KKS Reihen) und für die zweite Mannschaft fand der Wettkampf in Eggenfelden statt. Die erste Mannschaft startete mit Kathi Bauer, Moritz und Felix Wieser. Für die zweite Mannschaft gingen Andreas Gstöttner, Michael Reiter, Matthias Mayer und Lilli Stammberger an den Start.   Die Mannschaft der FSG startete gegen den Gastgeber die KKS Reihen in das neue Jahr. Mit 6:0 Punkten ließen sie Ihrem Kontrahenten keine Chance (60; 60; 58 Ringe von den Tachertingern). Ebenfalls mit 6:0 Punkten endete das nächste Match gegen die GK-Burgschützen Büschfeld zu Gunsten der FSG. Als nächstes ging es für das Tachertinger Team gegen die BSG Ebersberg. Beide Teams schenkten sich nichts und gaben gleich von Anfang an alles. Mit 59:59; 60:60; 60:59; 57:58 Ringe ging es in den entscheidenden letzten Satz. Die Tachertinger schossen „fehlerfreie“ 60 Ringe und setzten sich so gegen die 59 Ringe aus Ebersberg durch. Der nächste Gegner war die PSV München dran, hier war das Match wieder eindeutiger. Die Schützen aus dem Chiemgau gewannen mit 6:0 Punkten.   Im Anschluss folgte ein Sieg gegen den BC Villingen-Schwenningen, souverän mit 6:0 Punkten. Die TS 1861 Bayreuth konnte kurz mit den Tachertingern mithalten und sich zwei Satzpunkte sicher. Aber am Ende hieß es 6:2 Punkte für die FSG. Bevor es im letzten Match des Tages gegen den Tabellenzweiten aus Welzheim ging, hatte das Tachertinger Team noch eine reine Weste mit 40:0 Punkten aus 20 Begegnungen. das Match gegen Welzheim ging über 5 Sätze. Mit 59 zu 58 Ringen ging die SGi Welzheim 2:0 Punkte in Führung. Tacherting wendete mit zwei perfekten 60er-Passen das Blatt in eine 4:2 Punkte Führung für Tacherting. Doch Welzheim konnte nochmals mit 59 zu 58 Ringen kontern. Die letzten 6 Pfeile jeder Mannschaft mussten die Entscheidung bringen. Ein Nervenspiel auf Weltklasse-Niveau. Bis zum letzten Pfeil sah es nach einem Unentschieden aus, doch Millimeter entschieden das Match für Welzheim.  Die Zuschauer waren begeistert über den kompletten Wettkampf ein solches Niveau erleben zu dürfen - ganz großer Sport!   Tacherting ist nun nach dem dritten von vier Wettkampftagen und somit noch sieben ausstehenden Matches bereits für das Finale Ende Februar in Wiesbaden qualifiziert. Mit 40:2 Punkten liegt man deutlich vor Welzheim, die 35 Punkte haben. Die Mission Titelverteidigung lebt noch, und wie! Für die Finalteilnahme qualifizieren sich die ersten vier. Da wird es noch richtig spannend. Bayreuth hat als dritter 25 Punkte, aber auf dem begehrten vierten Platz sind die Mannschaften aus Ebersberg, Villingen-Schwenningen und München jeweils mit 16 Punkten punktgleich. Anfang Februar findet der vierte und letzte Wettkampftag statt. Da wird es nochmals hoch hergehen, speziell um die Vergabe der Finalplätze.   Moritz, Kathi und Felix grüßen fast makellos von der Tabellenspitze. Nur einmal gegen die SGi Welzheim mussten sie Punkte abgeben, nach drei Wettkampftagen.   Für die zweite Mannschaft der FSG gingen in Eggenfelden Andreas Gstöttner, Michael Reiter, Matthias Mayer und Lilli Stammberger an den Start. Begleitet wurden sie von Ihrem Coach Johannes Maier. Sie begannen gegen die SV Litzelstetten, gleich mit einem erkämpften 6:4 Punkte Sieg. Im Anschluss gegen die SG Freiburg waren die Verhältnisse klar, 6:0 Punkte für die FSG Tacherting. Auch gegen den SV Moosbach war das Match mit souveränen 6:0 Punkten entschieden. Das nächste Match gegen die Heimmannschaft, die BS Eggenfelden, ging über die volle Distanz von fünf Sätzen. Am Ende konnte sich auch hier die FSG mit 7:3 Punkten durchsetzen und ging ohne Punktverlust in die Pause.   Im Match nach der Pause ging es, gegen den 1. BSC Karlsruhe, nochmals über die volle Distanz. Allerdings trennten sich die beiden Mannschaften dieses Mal mit einem Unentschieden, 5:5 Punkte. Im Match gegen die TSV Natternberg ging es dafür wieder schnell, 6:0 Punkte für die FSG Tacherting. Zum Schluss ging es für das Tachertinger Team gegen die SGi Ditzingen. Sie starteten stark in das letzte Match mit 58:47; 58:56; Ringen, doch in der dritten Passe konnten die Schützen aus Ditzingen eine kurze „Schwäche“ der Tachertinger mit 54:57 Ringen ausnutzen. Aber in der darauffolgenden Passe hatten die Tachertinger wieder mit 57:52 Ringen die Oberhand und entschieden das Match mit 6:2 Punkten für sich.    Am Ende des dritten Wettkampftages grüßt die zweite Mannschaft der FSG von der Tabellenspitze. Mit 13:1 Punkten am dritten Wettkampftag gaben sie nur einen Punkt durch ein Unentschieden ab, ein Punkt Abstand zu Ihrem Verfolger der SV Moosbach.   Johannes Maier, Andreas Gstöttner, Matthias Mayer, Lilli Stammberger, Michael Reiter und Christoph Banhierl Das Team in der 2. Bundesliga   
28.01.2026bundesliga