04.04.2021international
Nika auf Platz 4 beim Grand Prix in Porec
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Neues aus Tacherting

Training im Corona-Jahr: PFEILE AUS DER BOX
Wie die FSG Tacherting aufgrund der Corona-Krise neue, pfiffige Wege gefunden hat, ihren Spitzenathleten (fast) optimale Trainingsbedingungen zu ermöglichen.   Ein Artikel von Thomas Kilchenstein erschienen in der Faszination Bogen.   Neulich hat sich Helmut Huber, Coach der Bundesligamannschaft aus Tacherting, noch einmal mit gemischten Gefühlen an das Bundesligafinale vor knapp einem Jahr erinnert, in Wiesbaden war das, und seine Schützen, ob zwar als Mannschaft einer der Favoriten, waren da „nur“ auf einen undankbaren vierten Platz gekommen. Im Halbfinale war man gescheitert, ausgerechnet am BC Villingen-Schwenningen, ein Team, das man in der Bundesliga-Vorrunde zuvor meist beherrscht hatte. „Und im kleinen Finale fehlte uns dann die rechte Motivation, die Niederlage im Halbfinale hatte uns einen Knacks versetzt“, sagt Helmut Huber, er klingt immer noch wehmütig.   Aber immerhin war das noch ein sportlicher Wettbewerb mit Fans auf den Rängen, konnten die Sportler zum Wettstreit antreten, hatte die Pandemie noch nicht alles lahm gelegt. Bogenschießen vor Zuschauern, die Schützen dicht an dicht an der Schießlinie – irgendwie wirkt das alles sehr weit weg, fast wie aus einer anderen Epoche, dabei ist es keine zwölf Monate her.   Die Tachertinger Brüder Moritz (li.) und Felix Wieser trainieren auch im Winter auf die Olympische Distanz von 70m.     Quartett mit Olympia-Hoffnungen.   Dass das Finale in Wiesbaden Mitte Februar einer der letzten Höhepunkte dieses so ungewöhnlichen Sportjahres 2020 bleiben sollte, hatte seinerzeit natürlich kein Mensch gedacht. Doch dann trat das Virus auf den Plan, und alles, was geplant war, wurde zur Makulatur – unter anderem mussten sogar die Olympischen Spiele in Japan um zwölf Monate verschoben werden.    Felix Wieser: „Wenn die Olympischen Spiele stattfinden, will ich in meiner Bestform mitmischen.“   Ein knappes Jahr später sind die Hallen immer noch zu, die Spiele sollen Ende Juli 2021 beginnen, die Trainingsbedingungen für die Athleten sind angesichts des strengen Lockdowns sicherlich nicht optimal, gerade für jene Schützen, die sich noch berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme in Japan machen können. Bei der FSG Tacherting trifft dies die komplette Bundesliga-Mannschaft mit Katharina Bauer und Veronika Haidn-Tschalova bei den Damen sowie Johannes Maier und die Gebrüder Wieser, Felix und Moritz, bei den Herren, allesamt vielfach ausgezeichnete Kaderschützen. Aber auch sie hat Covid-19 im Griff, nicht dass sie erkrankt wären, aber ein halbwegs geordnetes Training unter Wettkampfbedingungen ist nur sehr schwer möglich. Zwar steht die Schießhalle in der Gemeinde unter Corona-Bedingungen zur Verfügung, aber was tun, wenn eigentlich die 70-Meter-Distanz trainiert werden soll, eine Distanz, die auch in Japan bewältigt werden muss?   Moritz Wieser: „Schießen ist ein Teil meines Lebens, meine Leidenschaft, mein Tagesablauf ist darauf ausgerichtet.“   Der Weg zur Scheibe verläuft im Schnee eingleisig.     Frühe Planung für den Winter. Da haben sich die Tachertinger Schützen etwas Feines ausgedacht. Der Verein aus der knapp 6.000 Bewohner zählenden Gemeinde am Chiemsee hatte nämlich schon früh erkannt, dass man sich in „diesem verrückten Covid-19-Jahr“, wie Huber sagt, etwas einfallen lassen muss. Besondere Anlässe erfordern besondere Maßnahmen sozusagen, und dass im Herbst die zweite Welle mit all den aus dem Frühjahr bekannten Kontaktsperren, Lockdowns und anderen gravierenden Einschränkungen auf Deutschland hereinbrechen werde, dazu musste man kein Hellseher sein. Um somit den Schützinnen und Schützen aus den Nationalkadern ordentliche Trainingsbedingungen zu ermöglichen, musste eine Möglichkeit geschaffen werden, wie man die olympische Entfernung auch über die Wintermonate trainieren kann.    Trainer Helmut Huber: „Wir müssen für unsere Besten auch Trainingsmöglichkeiten im Winter planen.“    Die Krux dabei: Die Tachertinger Bogenschützen verfügen nicht über eine Halle, in der man die 70-Meter-Distanz trainieren kann. „So ein Schießjahr wie 2020 haben wir noch nie erlebt“, sagt Huber. Immerhin stellten sie im Sommer noch eine virtuelle Jahresmeisterschaft mit gemeinsamem Finale auf die Beine, aber natürlich mit Einschränkungen und nach dem offiziellen Corona-Hygieneplan. Doch bald war ihm und seinen Mitstreitern klar: „Wir müssen für unsere Besten auch Trainingsmöglichkeiten im Winter planen.“   Drei Stände in Eigenarbeit. Denn die Besten haben ambitionierte Ziele: „Das sind selbstverständlich die Olympischen Spiele im Juli in Japan“, sagt Felix Wieser, selbst wenn weiterhin noch nicht sicher ist, ob sie tatsächlich auch durchgeführt werden können. „Aber wenn sie stattfinden, will ich in meiner Bestform mitmischen.“ Das Trainingspensum von Kaderschützen im Deutschen Schützenbund ist gewaltig, 1.200 bis 1.500 Pfeile pro Woche sind eher die Regel als die Ausnahmen, 25 bis 30 Stunden steht man da schon an der Schießlinie, Kraft- und Ausdauertraining gar nicht mitgerechnet. Das aber sind die Wieser-Brüder gewohnt. „Schießen“, sagt Moritz Wieser, der jüngere Bruder, „ist ein Teil meines Lebens, meine Leidenschaft, mein Tagesablauf ist darauf ausgerichtet.“ Der Grundgedanke war schnell formuliert – und in die Tat umgesetzt: In einen bereits bestehenden Unterstand errichtete die FSG in Eigenarbeit eine Box, man zog Verkleidungen hoch, 16 Quadratmeter Grundfläche, mit Tür, drei kleinen Schießscharten, baute sozusagen einen Raum, aus dem man schießen kann, wind- und wettergeschützt und sogar beheizbar. Das ist gerade jetzt im Winter von großem Vorteil, binnen zehn Minuten lässt sich die Holzbox auf zwölf Grad erwärmen. „Natürlich muss man sich gut kleiden, warme Schuhe tragen, da der Boden kalt ist“, erzählt Helmut Huber.   Helmut Huber: „Natürlich muss man sich gut kleiden, warme Schuhe tragen, da der Boden kalt ist.“   Die Schießscharte reicht aus, um die Scheibe in 70 Meter Entfernung gut zu erkennen.     Mit Kamera zur Beobachtung. Vorher hatten die FSG-Schützen lediglich von einer Überdachung heraus schießen können, das war zwar im Vergleich zu einem gewöhnlichen Schießplatz im Freien vor allem dann angenehm, wenn es regnete oder schneite. „Aber dennoch war es schweinekalt“, erinnert sich Felix Wieser. Bogenschießen ist ein eher statischer Sport, „und mit klammen Fingern zu schießen, ist ein furchtbares Gefühl. Mit der beheizbaren Box haben wir jetzt optimale Bedingungen, ja sie sind geradezu fantastisch“, lobt der 27-Jährige. Drei Schützen können die Box zur gleichen Zeit nutzen, doch derzeit ist dies aufgrund der Corona-Bestimmungen nur eingeschränkt möglich.   „Es ist ein super Gefühl, auch im Winter 70 Meter schießen zu können, wie andere Nationen an der Weltspitze auch“, pflichtet Bundesligaschütze Moritz Wieser, 20, bei.   Und noch ein Problem hat die FSG gelöst: Die kleinen Schießschlitze machten es schwierig, ein Spektiv zur Zielkontrolle zu verwenden. „Also haben wir kurzerhand eine Kamera installiert“, berichtet der ehemalige bayerische Landestrainer Huber nicht ohne Stolz, „und zum Anzeigen zwei Bildschirme für den Schützen gut sichtbar in der Box montiert.“   Felix Wieser: „Mit der beheizbaren Box haben wir jetzt optimale Bedingungen, ja sie sind geradezu fantastisch.“   Ein gutes Beispiel. Um auch spätnachmittags oder abends trainieren zu können, ist die Scheibe in 70 Metern Entfernung beleuchtet, der Weg dorthin ist allerdings dunkel. Trotz der Dunkelheit sind die Anzeigen auf den Bildschirmen dank Beleuchtung und Lichtstärke der Kameras gestochen scharf. Die Kosten für den Bau der Box und die technische Installation beziffert Helmut Huber im Normalfall auf rund 10.000 Euro, da viele Vereinsmitglieder aktiv mitgearbeitet und ortsansässige Betriebe kräftig unterstützt hatten, ließen sich diese Kosten in Tacherting deutlich drücken. Und die FSG wollte zeigen und auch anderen Vereine ein Beispiel sein, wie man miteingeschränkten finanziellen Mitteln selbst in der aktuell ungewöhnlichen Corona-Lage Trainingsumgebungen schaffen kann, die auch für Spitzenathleten hilfreich sein können. Vielleicht ist das ja auch auf Bundesebene eine einfache Lösung, wenn sich der Baubeginn der seit langem ersehnten Schießhalle, in Berlin-Höhenschönhausen geplant, noch lange hinziehen sollte. Und Bauprojekte in Berlin werden ja auch nicht unbedingt pünktlich fertig, wie das Beispiel Flughafen BER zeigte.   Schießen zwar bei blauem Himmel, aber doch anders als gewohnt, bei Schnee und Kälte: Felix (li.) und Moritz Wieser.     Dank an „positiv Verrückte“   Obwohl vornehmlich die Kaderschützen bei der FSG in den Genuss dieser zusätzlichen Trainingsgelegenheit kommen, legt Felix Wieser großen Wert darauf, dass im Verein der Zusammenhalt und das respektvolle Miteinander breiten Raum einnehmen. Der FSG hat Felix Wieser viel zu verdanken, „ich brachte Interesse und ein wenig Talent mit“, untertreibt er ein wenig. Aktuell startete der Student, er ist mehrfacher Juniorenmeister, Deutscher Meister mit der Mannschaft 2017, Dritter bei den Europameisterschaften in der Halle 2015, mit erstaunlichen 598 (von 600 möglichen) Ringen bei der Indoor Archery World Series online auf Rang eins, dazu zählt er zum Nationalmannschaftsaufgebot von Bundestrainer Oliver Haidn. Der 27-Jährige weiß sehr wohl, wem er diese Karriere im Bogensport zu verdanken hat. „Positiv Verrückte“ nennt er jene, die seinen Werdegang maßgeblich angestoßen und bekleidet haben. Armin Garnreiter zum Beispiel, auch Helmut Huber, beide selbst vor Jahren Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft, hätten „Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um für die nachfolgenden Generationen die Bedingungen immer noch mehr zu verbessern. Sie sind auch dafür verantwortlich, dass wir ein so großes Knowhow an unsere Schützen vermitteln können“, lobt Felix Wieser. Er sehe sich in dieser Tradition. „Ich bin ebenfalls gefordert, die Werte wie Respekt, Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft an die junge Generation weiterzugeben.“ Aber erst einmal will er sich für die Spiele in Japan qualifizieren, Chancen dazu hat er im Einzel und mit der Mannschaft. Die Qualiwettbewerbe stehen im Mai und Juni an. Und bis dahin fliegen die Trainingspfeile über 70 Meter aus einer HolzBox am Chiemsee.    Felix Wieser: „Ich bin ebenfalls gefordert, die Werte wie Respekt, Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft an die junge Generation weiterzugeben.   Faszination Bogen (Details zur Zeitschrift)
18.03.2021verein
Felix Wieser mit einer Top-Leistung auf Rang Zwei der Indoor World Series Online
Bei der Vierten Etappe der Indoor World Series Online, welche am 12-14.02.2021 stattfand, beeindruckte der Tacherting`er Felix Wieser. Mit 596 Ringen, von 600 möglichen,  landete er auf Rang Zwei. Vor ihm befand sich lediglich der Olympiagewinner von 2012, Oh Jin Hyek mit 599 Ringen. Felix, der die dritte Etappe der World Series ausließ (Januar) um sich auf die Klausuren Phase seines Maschinenbaustudiums zu konzentrieren, schaffte es trotzdem eine Top-Leistung abzurufen.  Nach Rang eins (598 Ringe) bei der Ersten Etappe im November und dem Bronzerang (589 Ringe) im Dezember in Lausanne (Schweiz), vervollständigte der Chiemgau`er in der letzten Etappe der World Series seine Medaillen Sammlung.    „Ich glaube, ich habe einfach - im wahrsten Sinne des Wortes - die goldene Mitte für mein Training gefunden", berichtet Wieser, der auf die richtige Balance zwischen Umfängen, Schieß- und Athletiktraining sowie Regeneration und Freizeit setzt.   Dadurch war es Ihm möglich, sich trotz der verhältnismäßig wenig Trainingseinheiten und Pfeilen auf die Indoor Distanz von 18m, auf dem Podium der World Series zu platzieren. Denn dieses Jahr liegt der Fokus vor allem auf die 70m und die Vorbereitung für die Olympischen Spiele in Tokio. Dafür haben die Schützen der Nationalmannschaft auch im Winter die Olympische Distanz trainiert. Teils in Hallen oder aber auch, sofern es das Wetter zugelassen hat, am Bogenplatz in Tacherting.   Felix am Tachertinger Bogenplatz, beim Training auf 70m     Vom 02-09.03.2021 findet in Berlin die erste Qualifikationsrunde statt. Die Nationalkaderschützen können dort in einer Laufhalle und unter den geltenden Hygienevorschriften ihre Qualitäten vor den Augen des Bundestrainers Oliver Haidn unter Beweis stellen. Für die Tage sind über 400 Wertungspfeile, in verschiedenen Wettkampfsimulationen geplant. Neben Felix Wieser und seinem Bruder Moritz, sind dort auch die Tachertinger Bundesligaschützen Jonny Maier, Kathi Bauer und Veronika Haidn-Tschalova am Start.   Doch zuvor findet bereits dieses Wochenende am Sonntag den 28.02.2021 um 16 Uhr das Finale der World Series Online statt. Felix startet in der Teamwertung gemeinsam mit dem Ehepaar Unruh für das Team Beiter. Den Link zum Livestream findet Ihr auf der Homepage der FSG Tacherting sowie in den Sozialen Medien.   Bericht des Deutschen Schützenbundes   Ergebnisse World Archery   World Series Online Finale   Deutscher Schützenbund Zusatzinformationen zum Finale
26.02.2021international
Felix Wieser führt das weltweite Ranking der Indoor Archery World Series an
Am Wochenende erfolgte der Start in die Indoor Archery World Series, einem Online-Wettbewerb des internationalen Bogensport-Weltverbandes. Da aufgrund der aktuellen Situation die Wettkämpfe nicht wie gewohnt stattfinden können, wurden die Abläufe angepasst. Anstatt die Veranstaltung an einem Ort auszutragen, findet diese nun zeitgleich weltweit online statt. Wer sich anmeldet und die Möglichkeit besitzt eine Wertung zu Schießen, kann teilnehmen.  Die Nationalkaderschützen der FSG Tacherting, haben diese Möglichkeit. Durch die Unterstützung des Vereins, der Gemeinde und des Deutschen Schützenbundes können sie Ihr Training weiterhin durchführen, mit dem großen Ziel Tokio 2021. Die Trainingshalle und das Freigelände sind nur für die Kaderathleten unter Einhaltung der Hygieneauflagen nutzbar. Auf den Besuch im Fitnessstudio müssen aber auch sie verzichten.   Felix Wieser in der Bogenhalle der FSG Tacherting   Die Chance nutzte Felix Wieser und platzierte sich bei der ersten Etappe der World Series auf Rang 1 weltweit. Nach guten Ergebnissen in den vorangegangen Trainingseinheiten hatte Felix an diesem Tag einen fast perfekten Lauf. Mit 598 Ringen von 600 Möglichen trafen nur 2 Pfeile von 60 nicht in die Zehn. Fast wäre Ihm ein perfekter Durchgang über 30 Pfeilen gelungen, erst der letzte ging knapp an der Zehn vorbei.    "Die Ergebnisse zeigen mir, dass mein Training funktioniert und wie wichtig auch Wettkampftraining und Wettkämpfe sind, das ja zum aktuellen Zeitpunkt der Saison noch nicht im Fokus liegt und dass auch noch Luft nach oben ist."   Felix Wieser über sein Ergebnis   Die 598 Ringe sind aktuell die persönliche Bestleistung von Felix, allerdings wird das Ergebnis nicht als Deutscher Rekord anerkannt. Der Vereinsrekord ist ihm aber für die nächste Zeit sicher. Zum Vergleich der aktuelle Weltrekord liegt bei 599 Ringen.    Das Beweisfoto der Spots, als Nachweis für das Ergebnis   Auch seine Teamkollegen aus der Tacherting'er Bundesligamannschaft platzieren sich in den Ergebnislisten am oberen Ende. Johannes Maier belegt mit 585 Ringen den 23. Rang vor Moritz Wieser auf Rang 26. (ebenfalls 585 Ringe). Bei den Damen belegt Veronika Haidn-Tschalova mit 576 Ringen den 14. Rang.   Die Zweite Etappe der World Series wird am 19.12. und 20.12.2020 ausgetragen. In der Teamwertung (Ergebnisse über mehrere Etappen) wird es ein virtuelles Finalturnier geben. Dieses findet am 27.02. und 28.02.2021 statt.    World Archery Ergebnisse Herren   World Archery Ergebnisse Damen   World Archery Artikel Felix Wieser auf Platz 1
26.11.2020international
Silber im Mixed Team für Kathi und Felix beim Deutschland Cup in Wiesbaden
Auf dem Bowling Green vor dem Kurhaus in Wiesbaden fand am Sonntag den 09.08.2020 erstmals der Deutschland Cup im Bogensport statt. Bereits 2018 wurden dort die Finalrunden der Deutschen Meisterschaft ausgetragen. Der Deutsche Schützenbund sorgte für die passende Atmosphäre und baute 3 Tage lang die Kulisse für die Übertragung im ZDF auf. Im Vergleich jedoch, mit der Deutschen Meisterschaft von 2018 fehlten, die Zahlreichen Zuschauer. Dies ist jedoch mit den geltenden Abstandbestimmungen noch nicht möglich. Dafür konnten man den Wettkampf im Liveticker im Internet verfolgen und im Anschluss gab es einen Bericht im ZDF. Das Event war erneut eine gute Werbung für den Bogensport und auch wieder ein Stück weit Normalität nach der Absage der kompletten Fita Saison.  Felix Wieser und Kathi Bauer konnten sich in der Qualifikationsrunde gegen Ihre Teamkollegen Moritz Wieser, Jonny Mayer und Nika Haidn-Tschalova durchsetzen. Es waren jeweils nur die Besten vier Schützen der Herren und Damenklasse zugelassen, um die Teilnehmerzahl gering zu halten. Dafür gab es dieses Jahr einen Mixed Team Wettbewerb. Kathi und Felix starteten im selben Team da beide in der Qualifikation auf Platz 3 landeten.  Beim Mixed Team Wettkampf hat jeder Schütze 20 sec. Zeit für seinen Schuss. Es werden 2 Pfeile pro Schütze geschossen ähnlich dem Liga Rhythmus, dadurch ist eine Maximale Ringzahl von 40 Ringen möglich. Das Tachertinger Team zeigte gleich Ihre Bundesligaerfahrung, mit 38,39,38 Ringen gaben sie nur 5 Ringe ab. Dadurch hatte das gegnerische Mixed Team bestehend aus Maximilian Weckmüller und Elisa Tartler (beide Platz 2 in der Qualifikation) wenig Spielraum für Fehler. Mit 5:1 Punkten sicherten sich Kathi und Felix den Einzug ins Goldfinale. Dort trafen Sie auf das "andere" Team aus der Bundesliga. Cedric Rieger und Michelle Kroppen von der BSG Ebersberg. Leider konnten die beiden ihren Rhythmus aus dem Halbfinale nicht beibehalten und gerieten gleich zu Beginn in Rückstand. Felix war bei dem ersten Pfeil im Goldfinale ein wenig zu über motiviert und ging bereits vor dem Startsignal an die Schießlinie, ein Frühstart. Dafür bekam Felix die gelbe Karte. Er musste einen Schritt zurück in den Wartebereich und danach wieder an die Schießlinie. Erst dann, darf der Pfeil von Ihm gewertet werden. Die Zeit wird allerdings nicht angehalten und wertvolle Sekunden verstrichen ehe Felix erneut an der Schießline war. Er ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und schoss in der verbleibenden Zeit eiskalt in die 10! Nachdem Sie bereits mit 0:4 Punkten in Rückstand waren fanden sie in Ihre Vorherige Form zurück. Mit 39 und 38 Ringen zogen Sie mit dem Ebersberger Team gleich, 4:4 Punkte. Stechen um Gold. Rieger und Kroppen ließen den Schützen aus dem Chiemgau wenig Chancen. Mit zwei 10ner (maximale Ringzahl beim Stechen) sicherten sich die Ebersberger den Sieg beim ersten Deutschland Cup.   Das Tacherting`er "Dreamteam" Kathi Bauer und Felix Wieser  In den Einzelwertungen ist der Druck auf die Schützen noch ein Stück höher als in der Teamwertung. Alle Kameras sind nur auf eine Person gerichtet und jeder Fehler wird bemerkt. In der Einzelwertung der Damen, startete Kathi gegen Elisa Tartler. Beide schossen ein Match auf sehr hohem Niveau und waren zum Schluss gleich auf. 5:5 Punkte ein Unentschieden. Ein Stechpfeil wird die Entscheidung bringen. Der Optimale Test für die vielen Techniktrainingseinheiten während dem Lockdown. Bundestrainer Oliver Haidn, der Coach von Kathi in diesem Match, findet die richtigen Worte für den entscheidenden Schuss. Der Wind geht, Ziel nicht in die Mitte sondern in die Sieben, war die taktische Entscheidung für den Einzug ins Goldfinale. Der Plan ging auf! Eine souveräne 10 sicherte Kathi den Einzug ins Goldfinale. Dort traf sie auf die Olympia zweite von 2016, Lisa Unruh. Kathi brachte konstant Ihre Leistung und beide Damen waren auf Augenhöhe, erneut 5:5 Punkte. Dieses Mal bestimmt der Stechpfeil die Siegerin des ersten Deutschland Cups. Allerdings war der Wind jetzt schwieriger zu deuten. Kathi setzte einen konsequenten Schuss in die 9, genau wie Ihre Gegnerin. Leider war der Schuss von Lisa Unruh näher im Zentrum, dadurch ging der Titel samt Glaspokal an die Olympia zweite aus Berlin. Felix startete im Halbfinale stark gegen Maximilian Weckmüller, ehe er in der fünften Passe mit einer sieben die Chance auf einen Einzug ins Goldfinale aus den Händen gab. Für Felix ging es nun um Bronze, gegen Cedric Rieger. Mit 30,29,29 Ringen ging der Tacherting`er gleich in Führung. Cedric konnte sich noch ins Stechen retten, allerdings nur weil Felix in den letzten beiden Passen immer mit einer 8 ausgeschossen hat. Felix war mit seiner Leistung während dem Deutschland Cup sehr zufrieden, da bis auf ein paar wenige Pfeile, sehr konstant in die 10 geschossen hat. Zum Abschluss holt er sich mit einer 9 die Bronzemedaille. Im Goldfinale sicherte sich Florian Kahlund den Sieg vor Maximilian Weckmüller. Für die Bogenschützen war der Deutschland Cup eine tolle Wettkampfsimulation. Durch den Bericht im ZDF war es den Schützen möglich sich bei Ihren Sponsoren wie der Deutschen Sporthilfe oder der DAK Gesundheit für das Vertrauen und die Unterstützung zu bedanken. Durch die gelungene Veranstaltung bleibt zu hoffen das der Wettbewerb die nächsten Jahre weitergeführt wird und seinen Stellenwert neben den Deutschen Meisterschaften findet. 
15.08.2020meisterschaft