Offizielles Foto der FSG Tacherting
Finals Berlin 2019 - Deutsche Meisterschaften mit Olympia Feeling
05.08.2019meisterschaft

Bronze für Moritz Wieser in der Juniorenklasse, Bronze für die Herrenmannschaft

Mit den Finals in Berlin, vom 03-04.08.2019, fand dieses Jahr in der Hauptstadt ein Sportevent der Superlative statt. 10 Deutsche Meisterschaften im Bogensport, Bahnradsport, Triathlon und Trial, in der Leichtathletik, beim Modernen Fünfkampf, Schwimmen sowie Turnen, Boxen und Kanu. Insgesamt 202 Entscheidungen binnen 48 Stunden mit dabei, die Bogenschützen der FSG Tacherting.

Bereits am Freitagmorgen den 02.08.2019 starte die Qualifikationsrunde für die Recurveschützen auf dem Maifeld neben dem Olympiastadium. Für die FSG Tacherting starteten die Wieser Brüder Felix und Moritz, Veronika Haidn-Tschalova, Christoph Banhierl und Michael Reiter. Bei Sonnenschein und beeindruckender Kulisse, zwischen Glockenturm und Olympiastadion herrschten optimale Bedingungen, lediglich ein wechselnder Wind war zu beachten. Nach einer soliden Qualifikationsrunde, belegte Reiter Platz 28 (616 Ringe), Banhierl Platz 53 (590 Ringe). Felix Wieser zog mit Platz 12 (636 Ringe) in das 1/8 Finale ein. Den ersten Platz in der Qualifikation belegte Maximilian Weckmüller (667 Ringe) vor Florian Kahllund (667 Ringe) und unserem Bundesligaschützen Johannes Maier (661 Ringe). In der Mannschaft belegte die FSG Tachering den 3. Platz hinter den Mannschaften von BC-BB-Berlin (1 Platz) und TuS Grün-Weiss Holten (2. Platz).

In der Qualifikationsrunde bei den Damen landete Veronika Haidn-Tschalova mit 629 Ringen auf dem 5.Platz und zog gemeinsam mit Katharina Bauer (647 Ringe 3.Platz) in das Finale ein.
An der Olympionikin Lisa Unruh war an diesem Tag kein Vorbeikommen, sie stellte mit 683 Ringen einen neuen Deutschen Rekord auf und platzierte sich vor Ihrer Vereinskollegin Elena Richter (656 Ringe).

In der Juniorenklasse gelang Moritz Wieser ein guter Start in die Qualifikations-Runde und konnte sich gleich vorderem Feld einreihen. Selbst ein Fehlschuss in der 4. Passe brachte Ihn nicht aus seiner Konzentration. Am Ende reichte es für einen beachtlichen 5. Platz (636 Ringen) und somit den Einzug in die Finalrunde.

Am Nachmittag folgte dann die Finalrunde die im K.o. System geschossen wird. In der Schützenklasse konnte Felix Wieser den Schwung aus der Qualifikation mitnehmen und besiegte Camilo Mayr (Berlin Archery Club) klar mit 6:0 Punkten sowie gegen Cedric Rieger (SSV Karlsbad) mit 7:3 Punkten. Erneute durfte er sich, wie im letzten Jahr in Wiesbaden, auf die Medaillen Matche in der Final-Arena freuen.

Veronika Haidn-Tscholava erreichte mit einem 6:2 Punkte Sieg über Reba Moschner (SfB Soest) klar das 1/4 Finale. Dort traf Sie auf keine geringer als die WM 4te Michelle Kroppen (SV Guts Muth Jena) konnte zwar über 5 Sätze gut dagegenhalten, verlor aber mit 3:7 Punkten, was im Endergebnis den 5. Platz bedeutete.

Im 1/8 Finale traf Wieser Moritz  auf Uhrich Robin (SiG Welzheim) der klar mit 7:1 besiegt wurde. Im folgenden Match machte der junge Oberbayer nach einem 0:4 Rückstand nochmal seine Mentale Stärke deutlich. Moritz Wieser drehte das Match zu seinem Vorteil und ging mit einem 6:4 Punkte Sieg von der Schießlinie. Leider mussten die Halbfinals wegen einer Unwetter Warnung auf den nächsten Tag verschoben werden.

Der Samstagmorgen brachte den Wieser-Brüdern leider ein Glück. Moritz Wieser hatte gegen Jonathan Vetter (SGi Ditzingen) das Nachsehen und sein Bruder Felix unterlag gegen Maximilian Weckmüller (BSC Vellmar) mit 0:6 Punkten. Für beide ging es nun in der eindrucksvoll aufgebauten Final-Arena auf den Olympischen Platz vor 2000 Zuschauern um Bronze.

In einem extrem spannenden Match hieß es dann für Moritz Wieser gegen Adrian Scheiding (SV Gut Muth Jena) nach fünf Sätzen 5:5 Punkten. Ein Stechpfeil soll die Entscheidung bringen. Hier wird nur ein Pfeil innerhalb von 20 Sekunden geschossen. Der Pfeil der näher am Zentrum liegt bringt den Sieg. Der Jubel der Zuschauer signalisierte dem jungen Auszubildenden der AlzChem, dass er mit einer perfekten 10 die Bronzemedaille gewonnen hat. Gold ging an Jonathan Vetter vor Nils Schwertman (SV GutsMuth Jena).

Sein Bruder Felix kämpfte auf hohem Niveau über 5 Sätze gegen Christoph Breitbach (BSC BB-Berlin), der sich mit 4:6 Punkten den Podest Platz sicherte. Felix Wieser war trotz der Niederlage mit dem 4. Platz sichtlich zufrieden. Für Ihn war es ein Highlight vor dieser Beeindruckenden Kulisse um Bronze zu Schießen. Gold ging an Florian Kahllund (SSC Fockbek) vor Maximilian Weckmüller (BSC Vellmar).

Im Damenfinale trafen sich die beiden Berlinerinnen Elena Richter, und die Silbermedaillengewinnerin von Rio 2016 Lisa Unruh. Dieses hochkarätige Match wurde live im Fernsehen übertragen. Lisa Unruh, welche am Tag zuvor einen deutschen Rekord geschossen hatte, musste sich mit 4:6 Punkten ihrer Vereinskollegin Elena Richter geschlagen geben. Bronze ging an Michelle Kroppen.

Bei den Finals in Berlin wurde durch die beeindruckende Kulisse und den Umfang der Veranstaltung der Olympische Gedanke spürbar „Dabei sein ist alles“.

 

Foto: Eckhard Frerichs

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